Solarthermie-Kollektoren sicher auf geneigtem Flachdach aufständern

Solarthermie-Röhrenkollektoren auf dem geneigten Flachdach eines Wohngebäudes in Altenburg mit Walraven Yeti® 480 Montagefüßen.

Bei einem Wohngebäude in Altenburg sollten Solarthermie-Röhrenkollektoren auf einem Flachdach mit sieben Grad Neigung installiert werden. Die besondere Herausforderung: Die Dachhaut durfte dabei nicht durchdrungen werden.

Walraven unterstützte das Projekt deshalb mit technischer Planung und einem passenden Aufständerungssystem. So konnten die Kollektoren sicher montiert, die Dachneigung ausgeglichen und gleichzeitig eine dauerhaft stabile Konstruktion gewährleistet werden.

Solarthermie ohne Dachdurchdringung auf dem Flachdach installieren

Das Projekt stellte besondere Anforderungen an die Aufständerung der Solarthermie-Röhrenkollektoren. Denn das Flachdach weist eine Neigung von sieben Grad auf. Gleichzeitig musste die Dachhaut vollständig intakt bleiben.

Darüber hinaus musste die Unterkonstruktion mehrere technische Anforderungen erfüllen:

  • exakte Positionierung auf den tragenden Dachrippen
  • Ausgleich der Dachneigung von sieben Grad
  • möglichst geringe Windangriffsfläche
  • ausreichend Platz für die notwendige Zusatzballastierung
  • sichere Auslegung auf die örtlichen Wind- und Schneelasten

Vor allem die Höhe der Konstruktion spielte dabei eine wichtige Rolle. Einerseits durfte sie die Dachkante nicht zu weit überragen, um die Windangriffsfläche gering zu halten. Andererseits musste genügend Raum für die erforderliche Ballastierung vorhanden sein.

Passende Aufständerung für Solarthermie auf dem Flachdach

Walraven begleitete das Projekt mit umfassender technischer Beratung und Planung. Als Basis der Unterkonstruktion kam das Walraven Yeti® 480 Montagesystem zum Einsatz. Die Montagefüße können Dachneigungen von bis zu sieben Grad ausgleichen und sind für Druckbelastungen von bis zu 20.000 Newton ausgelegt.

Dadurch ließen sich die Solarthermie-Röhrenkollektoren sicher aufständern, ohne die Dachhaut zu durchdringen. Gleichzeitig sorgt die Konstruktion für eine gleichmäßige Lastverteilung auf dem Dach.

Die technische Unterstützung umfasste unter anderem:

  • technische Auslegung und statische Vorbemessungen
  • Beratung direkt vor Ort
  • detaillierte Zeichnungen und Stücklisten
  • Abstimmung mit einem Statiker zur Positionierung und Lastaufnahme

Zusätzlich kam bei den Schienenkomponenten der Walraven BIS UltraProtect® 1000 Oberflächenschutz zum Einsatz. Er bietet einen hohen Korrosionsschutz und trägt damit zur langen Lebensdauer der Konstruktion bei.

Auch die eingesetzten Spritzgussteile sind auf den langfristigen Einsatz im Außenbereich ausgelegt. Sie bestehen aus recyceltem Material und sind gemäß ISO 16474-3:2014-02 witterungs- und UV-beständig. Darüber hinaus lässt sich das System montieren und bei Bedarf wieder zurückbauen, ohne die Dachhaut oder die Gebäudesubstanz zu beschädigen.

Ein weiterer Vorteil betrifft den Schallschutz: Das Institut SG-Bauakustik ermittelte für den Walraven Yeti® 480 eine Trittschallminderung von bis zu 31 dB(A) gemäß DIN EN ISO 10140-1 und DIN EN ISO 10140-3.

Sorgfältige Planung und Abstimmung

Der Projekterfolg beruhte vor allem auf einer präzisen Planung. Andreas Strobel und Thomas Geissler von Walraven begleiteten das Projekt deshalb bereits in einer frühen Phase. Dabei unterstützten sie sowohl bei Gesprächen vor Ort als auch bei der detaillierten technischen Abstimmung.

Zusätzlich übernahm die Walraven Anwendungstechnik die Ausarbeitung der Konstruktion. Zeichnungen, Stücklisten und statische Vorbemessungen halfen dabei, die Unterkonstruktion genau auf das Dach und die örtlichen Belastungen abzustimmen.

Auch ein Statiker war in die Planung eingebunden. So konnte das Team unter anderem sicherstellen, dass die Konstruktion exakt über den tragenden Dachrippen positioniert wird und die auftretenden Lasten zuverlässig aufgenommen werden.

Dauerhaft sichere Solarthermie-Lösung für das Flachdach

Das Ergebnis ist eine stabile und zukunftssichere Aufständerung für die Solarthermie-Röhrenkollektoren. Dabei bleibt die Dachhaut vollständig erhalten, während die Konstruktion gleichzeitig die örtlichen Wind- und Schneelasten sicher berücksichtigt.

Dank des modularen Aufbaus lässt sich das System bei Bedarf außerdem erweitern oder anpassen. Korrosionsbeständige Komponenten, witterungsbeständige Materialien und die Montage ohne Dachdurchdringung tragen zusätzlich zu einer langlebigen Lösung bei.

Damit zeigt das Projekt in Altenburg, wie sich Solarthermie auch auf einem deutlich geneigten Flachdach sicher installieren lässt. Die Umsetzung überzeugte dabei so sehr, dass bereits ein weiteres Projekt nach dem gleichen Prinzip folgte.

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