Befestigungen im Flucht- & Rettungsweg

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Herausforderung

Die Befestigung erlaubt keine Schwachstellen: Haben Sie an die notwendigen Details gedacht?

Innerhalb von ausgewiesenen Fluren und Ausgängen ins Freie gilt, nach der Muster-Leitungs-Anlagen-Richtlinie (MLAR/LAR/RbALei) vom November 2005, ein Schutzziel von mindestens 30 Minuten. Die letzten Jahre zeigten, dass Leitungsanlagen vermehrt innerhalb dieser Fluchtwege installiert werden und anschließend eine brandschutztechnisch klassifizierte Unterdecke montiert wird. Derartige Unterdecken dürfen im Brandfall für deren ausgelegte Feuerwiderstandsdauer (z. B. F30) nicht mechanisch belastet werden. Bei einem Brand im Zwischendeckenbereich (wie zum Beispiel durch einen elektrischen Kurzschluss) darf auf diese Decken weder etwas herabfallen noch aufdrücken – speziell Rohrleitungen, bei denen die Rohrbefestigung versagt, da sie nicht auf brandschutztechnische Eignung geprüft wurden bzw. keine Prüfberichte vorliegen.

Dr.-Ing. Peter Nause (stellvertretender Bereichsleiter baulicher Brandschutz der Materialprüfanstalt für Bauwesen, Braunschweig) stellt fest:

"... in Zwischendeckenbereichen, oberhalb brandschutztechnisch relevanter Unterdecken, von Flucht- und Rettungswegen, kommt den Befestigungssystemen ... eine besondere Rolle zu, um die bauaufsichtlichen Schutzziele ... erfüllen zu können."

Umsetzbarkeit

Um praxisgerechte Einsatzmöglichkeiten bei der Befestigung von Rohrleitungen im brandschutzrelevanten Zwischendeckenbereich zu ermöglichen, wurden durch Walraven eine Vielzahl von Anwendungen bzw. Befestigungssystemen - nach DIN 4102 Teil 2 bzw. DIN EN 1363 Teil 1 - geprüft. Diese Prüfungen wurden durch diverse Prüfberichte bestätigt.

Fazit

Wenn in notwendigen Fluren oder Ausgängen ins Freie (Flucht- und Rettungswege), Installationsleitungen über brandschutztechnisch relevanten Unterdecken installiert werden, ist auf eine fachgerechte Befestigung dieser Anlagen zu achten und auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Es dürfen nur Befestigungen eingesetzt werden, deren Standsicherheit und Verformung durch Brandprüfungen nachgewiesen wurde.

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