Fördermöglichkeiten für BIS Vario® WC und Waschtisch

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Verschiedene Kostenträger und Förderprogramme unterstützen bei der Einrichtung eines barrierefreien Badezimmers.

Staatliche Förderprogramme

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“

Im Programm „Altersgerecht Umbauen“ fördert die KfW alle Baumaßnahmen, die zu einer Barrierereduzierung führen und den Kauf zeitnah umgebauter Wohngebäude.
Das Programm bietet ein zinsgünstiges Darlehen für selbst genutztes oder vermietetes Wohneigentum. Detailinformationen unter:

www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Foerderberater/Bauen,_Wohnen,_Energie_sparen/Modernisieren_und_Umbauen/index.jsp

http://nullbarriere.de/finanzierung.htm

  • Bundesländer und Kommunen

Neben dem deutschlandweiten KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ bieten Bundesländer, Landkreise und Kommunen ebenfalls Fördermöglichkeiten.
Einen Überblick über Förderprogramme der Bundesländer bietet die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.: http://www.baufoerderer.de/1-2-0-0-0.html  

Informationen über die jeweils geltenden Förderrichtlinien geben auch Wohnungsämter. Rund 250 Wohnberatungsstellen bundesweit helfen dabei, einen Umbau durchzuführen oder Anträge auf Förderung zu stellen. Adressen auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V.: www.wohnungsanpassung-bag.de


Steuerliche Erleichterungen

  • Außergewöhnliche Belastungen

Eine steuermindernde Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen soll unzumutbare Härten bei der Einkommensteuer vermeiden. Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen, wird auf Antrag die Einkommensteuer ermäßigt. Dann wird der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung übersteigt, vom Gesamtbetrag der Einkünfteabgezogen. Schwerbehinderte oder Familien mit einem gehandicapten Mitglied haben zum Beispiel die Möglichkeit, Ausgaben für die Installation eines barrierefreien Bades beim Finanzamt geltend zu machen.

  • Handwerkerleistungen

Privatpersonen können bis zu 20 Prozent des Arbeitslohns sowie Kosten für die Anfahrt der Handwerker zum Beispiel für die Modernisierung des Badezimmers steuermindernd geltend machen. Bei Erreichen des Höchstwertes von 6 000 Euro gibt es einen Steuerbonus von 1 200 Euro.

 

Finanzielle Unterstützung durch Kostenträger

Je nach den Lebensumständen im Einzelfall kann auch ein Kostenträger für die finanzielle Unterstützung von Umbaumaßnahmen zuständig sein. Ist die Wohnungsanpassung infolge einer Krankheit, eines Unfalls oder Arbeitsunfalls erforderlich, werden die Betroffenen bei der Wohnraumanpassung und -ausstattung in der Regel vom zuständigen Rehabilitationsträger (Reha-Träger) oder dem Integrationsamt unterstützt.
Bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sind vorrangig die Rehabilitationsträger gesetzliche Krankenversicherung, Bundesagentur für Arbeit, gesetzliche Unfallversicherung, gesetzliche Rentenversicherung, Kriegsopferversorgung und -fürsorge, öffentliche Jugend- oder Sozialhilfe für die Finanzierungshilfen zuständig.
Für eine trägerübergreifende Beratung im Antrags- und Leistungsverfahren wurden die gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation eingerichtet. Sie informieren und beraten gehandicapte Menschen umfassend über die möglichen Rehabilitationsmaßnahmen.
Informationen der Deutschen Rentenversicherung Bund: Verzeichnis der Servicestellen

  • Gesetzliche und private Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel, die den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern, dem Ausgleich einer Behinderung dienen oder den Eintritt von Pflegebedürftigkeit vermeiden und können Kosten für den Umbau in barrierefreien Wohnraum erstatten.

Bei privaten Krankenkassen entscheidet der Inhalt des Vertrages zwischen Versichertem und Versicherungsunternehmen über den Umfang einer Kostenübernahme.

  • Pflegekasse

Die Pflegeversicherung gewährt pflegebedürftigen Menschen mit einer anerkannten Pflegestufe Zuschüsse zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes. Leistungen der Pflegeversicherung werden auf Antrag gewährt; der bei der zuständigen Pflegekasse zu stellen ist.

  • Berufsgenossenschaft, Unfallversicherungsträger

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unterstützen die Rehabilitation ihrer Versicherten mit finanzieller Hilfe, auch bei der Einrichtung eines barrierefreien Badezimmers.

Informationen von der zuständigen Berufsgenossenschaft oder dem zuständigen Unfallversicherungsträger: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
 
  • Rentenversicherungsträger und Integrationsamt
  • Die gesetzliche Rentenversicherung fördert alle Versicherten, die Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen oder 180 Beitragsmonate nachweisen können und zudem Aussicht auf Wiedereingliederung in das Berufsleben haben.
  • Für gehandicapte Menschen, die nach Eintritt der Behinderung erstmals eine Berufstätigkeit aufnehmen und für die kein anderer Rehabilitationsträger in Frage kommt (Auszubildende, Arbeitnehmer mit weniger als 15 Jahren beitragspflichtiger Berufstätigkeit) ist das Integrationsamt zuständig.
  • Für gehandicapte Freiberufler, Selbständige und Beamte ist ebenfalls das Integrationsamt im Rahmen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben zuständiger Kostenträger.
 
  • Agentur für Arbeit
  • Die Agentur übernimmt die Kosten für den Umbau in behindertengerechten Wohnraum für Menschen, die mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung leben, ist die Aussicht auf berufliche Wiedereingliederung oder Arbeitsplatzerhalt durch fehlenden barrierefreien Wohnraum gefährdet. Informationen: Bundesagentur für Arbeit
  • Zudem können Arbeitgeber Zuschüsse oder Darlehen für die Schaffung neuer behinderungsgerechter Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten. Für die behinderungsbedingte Zusatzausstattung ist grundsätzlich der Reha-Träger zuständig, ausnahmsweise das Integrationsamt.
 
  • Leistungen zur Teilhabe/Eingliederungshilfe
  • Bestehen keine Ansprüche gegenüber anderen Reha-Trägern, können Träger der Sozialhilfe im Rahmen der so genannten „Eingliederungshilfe“ auch die Kosten für die Einrichtung eines barrierefreien Bades übernehmen. Anspruch auf Eingliederungshilfe haben - abhängig vom Einkommen und Vermögen des Antragstellers - Menschen, deren körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit beeinträchtigt ist oder die von einer solchen Behinderung bedroht sind.
  • Erhalten sie keine Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, können bei schwerbehinderten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zur Anpassung von Wohnraum und seiner Ausstattung auch Leistungen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe in Betracht kommen. Informationen: Wohnungshilfen der Integrationsämter
Stand 02.2013                                                                  Angaben ohne Gewähr/Änderungen vorbehalten.
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