Seminare DSF

Schottungssysteme in der Praxis des Planen & Bauens

Wasserrohre, Kabel und sonstige Leitungen sind „natürliche Feinde“ jeder feuerwiderstandsfähigen Wand und Decke. Die Installation der TGA ist daher das „Grauen“ eines jeden Brandschützers und bauüberwachenden Architekten oder Fachbauleiters, denn sie müssen dafür sorgen, dass sowohl Brand- und Rauchabschnitte als auch Flucht- und Rettungswege gesichert sind und die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden. Anhand praktischer Beispiele erläutern wir, wie Sie solche Leitungen sicher durch Wände und Decken führen und Durchbrüche zulassungskonform und wirksam verschließen.

SEMINARINHALTE:

■ Gefahren durch Brände
■ Schäden durch Mängel
■ Grundsätzlicher Aufbau Baurecht (MBO, technische Baubestimmungen, hier MLAR)
■ MLAR (Grundsätzliche Reglungsinhalte)
■ Nachweisführung national Ü und CE
■ Typische Planungs- und Einbaufehler
■ Tipps für den Umgang mit Abweichungen
■ Abschottungen von Leitungs- und Rohrleitungsanlagen Einsatzmöglichkeiten und Grenzen
■ Vorbereitung und Ablauf einer Brandprüfung
■ Abschottung von Gefahren und Brandlasten in Flucht- und Rettungswegen
■ Einsatz von Wand- und Raumbausystemen
■ Anwendung von Abschottungssystemen in der Praxis: Elektroschottungen/ Kabelboxen
■ Abschottungen von Lüftungsleitungen, hier Absperrvorrichtungen (BSK, Überströmöffnungen, ERK, DIN 18017-3) –
Einsatzmöglichkeiten und Grenzen
■ Abschottung von Kabeln mit Kabelbandagen
■ Stolperstellen bei der Planung und Ausführung von Kabel- und Rohrabschottungen sowie Absperrvorrichtungen

Termine am 01.11.2018 / 9 – 17 Uhr / € 139,- p.P. zzgl. MwSt

Zum Anmeldeformular hier klicken

Referenten: Karl-Heinz Ullrich (Walraven GmbH), Albert Pahl (PRIORIT AG),
Edwin Stöwesand (Hapuflam GmbH), Michael Sauerwald
(Wichmann Brandschutzsysteme GmbH & Co.KG), Dipl.-Ing. Michael Narr (Strulik GmbH)
Seminarleiter: Dipl.-Ing. Karl Olaf Kaiser

————————————————————————————————————————

Brandschutz in der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA)

Die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) stellt im Hinblick auf den Brandschutz besondere  Anforderungen an Architekten und Brandschutzplaner. Kaum ein Bereich ist komplexer und gewerkübergreifender, da hier die verschiedensten Gewerke zusammenkommen und mit Kabeln,  Leitungen und Rohren in die feuerwiderstandsfähige Bausubstanz eingreifen. Jeder nachträgliche Änderungswunsch des Bauherrn im Bereich der TGA wirkt sich in der Regel direkt auf den Brandschutz  und die Nachweisführung aus. Auch wenn der Brandschutz in der TGA die absolute Schnittstelle darstellt, die Regeln des Brandschutzes für die einzelnen Gewerke sind zum Teil sehr unterschiedlich und darüber hinaus einer permanenten dynamischen Änderung unterworfen.

SEMINARINHALTE:

■ Grundlagen der jeweiligen Landesbauordnung
■ Elektrische Leitungen
■ Anwendungsbereich der Leitungsanlagenrichtlinie (MLAR)
■ Betriebsräume für elektrische Anlagen (EltbauVO)
■ Lüftungsanlagenrichtlinie (MLüAR)
■ Spezielle Medienversorgung
■ TGA im Bereich notwendiger Flure und Treppenräume
■ Besonderheiten bei Systemen mit Anforderungen
an den Funktionserhalt
■ Schachtausführungen und Revisionsöffnungsverschlüsse
nach MLAR und DIN 4102-Teil 11
■ Wirksame Schottungssysteme und deren Nachweisführung und Systeme

Termin: 13.06.2018 um 9 – 17 Uhr / € 249,- p.P. zzgl. MwSt.

Zum Anmeldeformular hier klicken

Referenten: Karl-Heinz Ullrich (Walraven GmbH)
Referent (PRIORIT AG)
Seminarleiter: Dipl.-Ing. Manfred Lippe


Abweichungen im baulichen Brandschutz: Formale Hürden nehmen

Um der baulichen Praxis gerecht zu werden, räumt der Gesetzgeber Planern, Architekten und Verbauern die Möglichkeit ein, in gewissen Punkten von der Bauordnung abzuweichen. Dies betrifft technische Baubestimmungen, nationale Verwendbarkeitsnachweise, Brandschutzkonzepte, Baugenehmigungen und die Landesbauordnung selbst. Auch wenn das System im Grundsatz flexibel erscheint, so bewegen sich die Beteiligten in einem sehr engen formalen Rahmen. Um den bauordnungsrechtlichen Vorgaben zu genügen und um einen drohenden Haftungsrisiko zu entkommen, müssen die jeweiligen Maßnahmen ausreichend begründet und dokumentiert werden.

SEMINARINHALTE:

■ Dokumentation von Abweichungen im Brandschutzkonzept, Baurechtliches
Abweichungsmanagement in praxisgerechten Beispielen
■ Materielle Abweichungen von der BauO bzw. SonderbauVO
■ Abweichungen eingeführter Technischer Baubestimmungen
■ Abweichung vom Brandschutzkonzept
■ Wesentliche und nicht wesentliche Abweichung von nationalen
Verwendbarkeitsnachweisen
■ Abweichungen von Produkten im Anwendungsbereich von
technischen Spezifikationen nach der Bauproduktenverordnung
■ Wie werden Abweichungen beantragt und wer ist verantwortlich?
■ Die Zustimmung im Einzelfall. Abweichung oder individuellste
aller Nachweisführungen?
■ Haftungsfallen für Planer, Architekten und Verbauer
■ Feuerwiderstandfähige Konstruktionen als Kompensationsmaßnahme für bauliche Abweichungen und andere Beispiele aus der baulichen Praxis
■ Umgang mit Abweichungen von Einbausituationen im Bereich von Schottungsmaßnahmen

Termin:  14.12.2017 von 9 -17 Uhr / € 239,- p.P. zzgl. MwSt. // 16.08.2018 von 9 – 17 Uhr / € 249,- p.P. zzgl. MwSt.

Zum Anmeldeformular hier klicken

Referenten: Karl-Heinz Ullrich (Walraven GmbH), Referent
(PRIORIT AG), RA Götz Winter (Vorstand dsf AG),
Seminarleiter: Dipl.-Ing. Manfred Lippe


Know-how beim baulichen Brandsschutz – Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik

Im Zusammenhang mit den Gewerken Klima und Sanitär steht der Umweltschutz im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Tatsächlich aber sind die endlosen Lüftungs- und Wasserleitungen eine besondere Herausforderung für den Brandschutzplaner, die Brandschutzfachbetriebe und die ausführenden Gewerke Heizung, Sanitär und Klima. Darüber hinaus haben Bauherren häufig Änderungswünsche für diese Gewerke. Die normenkonforme, gesetzmäßige Umsetzung im Nachhinein erfordert absolutes Spezialwissen. Im Rahmen von Totalsanierungen der TGA in Bestandsgebäuden bringt meist eine Kombination aus Fachwissen, Kreativität und Erfahrung die Lösung.

SEMINARINHALTE:

■ Grundlagen der jeweiligen Landesbauordnung
■ Anwendungsbereich der Leitungsanlagenrichtlinie (MLAR)
■ Rohrleitungen (nichtbrennbare/brennbare)
■ Anforderungen an Bestandsgebäude
■ Spezielle Medienversorgung
■ Verlegung von brennbaren Dämmstoffen im Bereich
notwendiger Flure und Treppenräume
■ Befestigung von Rohrleitungen mit Brandschutzanforderungen
■ Gemeinsame Belegung von Durchbrüchen bei hoher Installationsdichte
(MLAR und DIN 4102-Teil 11), Beispiele aus der Praxis
■ Wirksame Abschottungssysteme und deren Nachweisführung
■ Abweichungen von Verwendbarkeitsnachweisen

Termin: 19.06.2018 von 9 – 17 Uhr / € 249,- p.P. zzgl. Mwst.

Zum Anmeldeformular hier klicken

Referenten: Karl-Heinz Ullrich (Walraven GmbH), Albert Pahl (PROIRIT AG)
Seminarleiter: Christian Benz (cbconsultant)


Baulicher Brandschutz in Kindergärten und Schulen

Da in Kindergärten oder Schulen Aufenthaltsräume, Schlafräume, die Garderobe, Flure, das Lager, die Küche und nicht zuletzt der Chemieraum auf die unterschiedlichste Weise genutzt werden, ist der bauliche Brandschutz hier schwer umzusetzen. Im Bereich der Flucht- und Rettungswege kommt dem Brandschutz zudem eine besondere Rolle zu. Das normale Bauordnungsrecht definiert Fluchtwege nach dem vermuteten Fluchtverhalten von Erwachsenen. Das Flucht-, Angst- und Panikverhalten von Kindern unterscheidet sich im Vergleich zum dem von Erwachsenen jedoch völlig. Obwohl die gesellschaftliche Akzeptanz in diesen Bereichen ein Risiko einzugehen bei null liegt, besteht Regelungsunsicherheit und oft massiver Sanierungsstau.

SEMINARINHALTE:

■ Bauordnungsrechtliche Grundlagen
■ Spezifische Probleme im Bereich der Selbstrettung
■ Grundsätzliche organisatorische Überlegungen
■ Spezifische Risiken in Kindergärten und Schulen
■ Grundsätze der Gebäudesicherheit in Kindergärten und Schulen
■ Wirksame Eindämmung von Risiken, die aus der TGA entstammen
■ Beispiele von Planungskonzepten

Termin: 13.11.2018 von 9 – 17 Uhr / € 249,- p.P. zzgl. MwSt.

Zum Anmeldeformular hier klicken

Referenten: Karl-Heinz Ullrich (Walraven GmbH)
Lutz Müller (PRIORIT AG), Stephan Berno (Stöbich Brandschutz GmbH)
Seminarleiter: Rolf König


MBO – Systemänderung 2018: Alles neu im Baurecht!

MVV TB – MBO – BAUPVO – BAUARTENGENEHMIGUNG
Die bauordnungsrechtliche Landschaft in Deutschland ändert sich gewaltig. Nach Auskunft des DIBt passen alle Bundesländer, soweit noch nicht geschehen, die Landesbauordnungen an die neue MBO an und sind dabei die MVV TB (Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen) als landesspezifische Rechtsnorm einzuführen. Die Beteiligten müssen sich nicht nur auf neue Verwendbarkeitsnachweise für Planung, Bauüberwachung und den Betrieb von Gebäuden einstellen, sondern auf einen Systemwechsel. Vorgaben der LBO, die bisher über die Zulassung von Produkten realisiert wurden, werden nunmehr über das Bauwerk respektive das Bauteil geregelt.
Bekannte Instrumente für Planung und Bauüberwachung sind dann nicht mehr relevant. Der Abgleich zwischen den neuen Vorgaben und den Klassifizierungen der Bauprodukte und -arten muss in der Planung, Ausschreibung und Ausführung sorgsam geprüft und angewendet werden. Um zu definieren nach welchem sicherheitstechnischen Mindestmaß gebaut werden muss, wird die MVV TB zum zentralen Steuerungsinstrument der Bauaufsicht. Sie ist somit ein wichtiges Werkzeug für Planer, Hersteller, Unternehmer und Betreiber, um herauszufinden was eine anerkannte Regel der Technik im Sinne der LBO ist.
Die MVV TB ist komplex geraten und erschließt sich auch dem fachkundigen Leser nicht von selbst. Da die Dokumentation der Nachweisführung immer wichtiger wird, wäre es fahrlässig sich nicht mit diesen Regelungen und ihren massiven Auswirkungen auseinanderzusetzen.

SEMINARINHALTE:

■ Urteil des EuGH und Grundzüge der europäischen Verwendbarkeitsnachweise und der nationalen Verwendbarkeitsnachweise nach der neuen MBO
■ Aufbau und neue Inhalte der Musterbauordnung 2016
■ Neue Verwendbarkeitsnachweise für Planung und Bauüberwachung
■ Zentrales Instrument der MBO 2016: Die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmung
■ Exemplarische neue bauwerksbezogene brandschutztechnische Anforderungen
■ Einstufung der Produktgruppen Brandschutzklappen, Brandschutzvorhänge, Rohrabschottungen,
Nichttragende Trennwände, Schächte und Revisionsöffnungsverschlüsse, Brandschutzbandagen,
Kabelabschottungen in das System der MVV-TB
■ Übergangsvorschriften
■ Tagesaktuelle Information über den Stand der Änderungen
■ Praktische Ausführungen und Nachweisführung von Bauprodukten unter Anwendung der MVV-TB
und der neuen Musterbauordnung

Termine:
21.03.2018  in Hanau von 9 – 17 Uhr / € 249,- p.P. zzgl. MwSt.
26.04.2018 in Dresden von 9 – 17 Uhr / € 259,- p.P. zzgl. MwSt.
03.05.2018 in München von 9 -17 Uhr / € 259,- p.P. zzgl. MwSt.
12.09.2018 in Berlin von 9 – 17 Uhr / € 259,-  p.P. zzgl. MwSt.
31.10.2018 in Stuttgart von 9 – 17 Uhr / € 259,- p.P. zzgl. MwSt.

Zum Anmeldeformular hier klicken

Referenten aus folgenden Unternehmen sind wechselnd vertreten: Walraven GmbH,
PRIORIT AG, Stöbich Brandschutz GmbH, Hapuflam, Strulik GmbH, Wichmann
Seminarleiter: Dipl.-Ing. Karl-Olaf Kaiser



Haben Sie eine Frage?

E-Mail-Kontaktformular
Rufen Sie uns an

Rufen Sie uns an +49 921 75600
Senden Sie uns eine E-Mail info.de@walraven.com

Close

Asia

Oceania

Or visit our international website.